Leuchtendes Moos

Im Vorfrühling gibt es im Wald nicht besonders viel zu entdecken. Der Waldboden ist von einer einheitlich grau-braunen Laubschicht bedeckt und gibt noch keine Farben des Frühlings preis. Schaut man aber genauer hin, so entdeckt man ein kräftiges Grün an der Basis vieler Bäume. Moose haben sich dort breitgemacht und besonders an regnerischen Tagen entfalten sie eine unglaubliche Leuchtkraft. Auf einmal wirkt der Wald nicht mehr langweilig sondern geheimnisvoll und zauberhaft.

An Eichenbäumen findet man außerdem eine grün-blaue Patina, die sofort an Kupferdächer alter Gebäude denken lässt. Schön sieht dass aus und ist alle Male einen Blick wert.

P1000059.JPGP1000064.JPG20170311_084805.jpg Blick wert.

Vogelgesang

Eine seltsame Begegnung war dass heute im Wald. Vielstimmiges Vogelgezwitscher hallte durch den Wald, geradeso, wie man es aus den Tierfilmen über den Amazonas kennt. (Allerdings war es leider nicht so warm, dafür aber auch nicht so feucht.) Ein Zwitschern, dass an- und abschwellend zu hören war und näher kam, um sich dann zu entfernen und langsam ausklingend zu verschwinden. Merkwürdig war, dass  man kaum einen Vogel sehen konnte, obwohl die Anzahl der Vogelstimmen anderes vermuten ließ und die nicht belaubten Bäume eine gute Sicht boten.

Die Kälte bleibt

Noch immer keine Ahnung von Frühling. Es bleibt so kalt und der bissige Ostwind treibt die Menschen in die Häuser. Kein Krokus und kein Schneeglöckchen zeigt sich, auch sie bleiben noch in ihren geschützten Zwiebeln.

Aber die Sehnsucht nach Wärme nimmt von Tag zu Tag zu und wenn die Sonne einmal scheint, dann halte ich ihr das Gesicht entgegen um die Wärme auf der nicht bedeckten Haut zu spüren, geradeso wie es die Blumen im Sommer machen.

Da passt es doch sehr gut, wenn eine Einladung ins Haus flattert. Eine Feier vertreibt die Kälte, bestärkt die Freundschaft und verkürzt die Zeit, bis man endlich wieder im T-Shirt draußen herumlaufen kann.

Winterspaziergang

Eine fahle Wintersonne bricht durch das Dickicht und beleuchtet die glattgefrorenen Waldwege. Meine Fingerspitzen schmerzen wegen der Kälte und ich muss mich bewegen. Eine seltsame Grundmelodie begleitet mich mit wechselnden Einsätzen. Ich höre das Knarzen der Bäume, die in der trockenen Kälte ihre Äste aneinander reiben. Vogelstimmen in unterschiedlichen Lautstärken sind zu hören und sie werden manchmal vom Tock-tock-tock des Spechtes unterbrochen. Wildgänse am Himmel schreien und erzählen von fernen Gegenden, in die ich mich nur träumen kann. Und während ich gehe, begleiten mich trippelnde Hundeschritte wie eine immerwährende Grundmelodie.

Vorsichtig bewege ich mich auf den gefrorenen, eisglatten Wegen bis ich wieder am Ausgangspunkt angekommen bin. Jetzt freue ich mich auf die Wärme und kehre rotwangig, durchgepustet und gut gelaunt nach Hause zurück. Es wartet eine schöne Tasse Kaffee auf mich.20170202_092353.jpg

Chill mal wieder 

Ach, tut das gut. Ein Freitagnachmittag auf der Couch, die Füsse hoch und einfach mal nichts tun. Leise Musik tönt aus dem Lautsprecher, heisser Tee steht auf dem Tisch und ich sehe zu, wie es langsam dunkel wird. Die Gedanken schweifen ab und bleiben nirgendwo fest haften. Kann sein, dass ich ein wenig eingenickert bin, denn einige Takte Musik fehlen mir und auch der Tee ist nicht mehr ganz heiß.

Euch ein schönes Wochenende 

Der Hund muss raus

Hundespaziergänge machen im Moment nicht sehr viel Spass. Erstmal das dicke Angeplünne (Handschuhe, Schal, Mütze nicht vergessen), dann könnte mal wieder die Sonne scheinen und im Wald ist die Schneeschicht mittlerweile zu einer rutschigen Eisbahn gefroren. Ohne Spikes unter den Füßen darf man sich gar nicht auf die Wege trauen, dass ist lebensgefährlich.

Dem Hund scheint es allerdings nicht viel auszumachen. Er glitscht halt über die Fläche und erledigt seine wichtigen Geschäfte☺

Omen

Heute ist Freitag der 13. und es wurde schon unendlich viel über diese Datumskonstellation geschrieben. Eigentlich ist es ein Datum, welches mich bisher nie besonders beunruhigt hat und es ist auch nie Sonderbares passiert, wenn man mal davon absieht, dass ich vor langer Zeit eine Chemieklausur verhauen habe..Seis drum. Heute ist mir allerdings etwas mulmig zumute: die Wetteraussichten klingen fast apokalyptischen, denn es sind Schneestürme angesagt und ich muss eine Autofahrt antreten, die keinen Aufschub duldet. Bahnfahren war auch keine Alternative, weil es in die tiefste Provinz geht. So hoffe ich mal, dass alles gut geht und sich das Omen des 13ten nicht erfüllt.