Karneval und Fasten

Als durch und durch Norddeutsche blicke ich mit einigem Unverständnis in die Karnevalshochburgen im mittleren und südlichem Teil der Republik. Jedes Jahr das gleiche Theater mit Kamelle und Alkohol. Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, ich stehe dieser ganzen Veranstaltung sehr skeptisch gegenüber und ich möchte auch nicht mitmachen, aber ich verteufele es nicht. Wer sich im Karneval wohlfühlt und seinen Spaß hat, der soll mit ganzem Herzen genießen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Fasten. Da ich in der letzten Zeit nicht ausschweifend gelebt und konsumiert habe, werde ich mir auch weiterhin gar nichts versagen. Man könnte also sagen, Karneval und Fastenzeit gehen mir am Allerwertesten vorbei.

Die Kälte bleibt

Noch immer keine Ahnung von Frühling. Es bleibt so kalt und der bissige Ostwind treibt die Menschen in die Häuser. Kein Krokus und kein Schneeglöckchen zeigt sich, auch sie bleiben noch in ihren geschützten Zwiebeln.

Aber die Sehnsucht nach Wärme nimmt von Tag zu Tag zu und wenn die Sonne einmal scheint, dann halte ich ihr das Gesicht entgegen um die Wärme auf der nicht bedeckten Haut zu spüren, geradeso wie es die Blumen im Sommer machen.

Da passt es doch sehr gut, wenn eine Einladung ins Haus flattert. Eine Feier vertreibt die Kälte, bestärkt die Freundschaft und verkürzt die Zeit, bis man endlich wieder im T-Shirt draußen herumlaufen kann.

Winterspaziergang

Eine fahle Wintersonne bricht durch das Dickicht und beleuchtet die glattgefrorenen Waldwege. Meine Fingerspitzen schmerzen wegen der Kälte und ich muss mich bewegen. Eine seltsame Grundmelodie begleitet mich mit wechselnden Einsätzen. Ich höre das Knarzen der Bäume, die in der trockenen Kälte ihre Äste aneinander reiben. Vogelstimmen in unterschiedlichen Lautstärken sind zu hören und sie werden manchmal vom Tock-tock-tock des Spechtes unterbrochen. Wildgänse am Himmel schreien und erzählen von fernen Gegenden, in die ich mich nur träumen kann. Und während ich gehe, begleiten mich trippelnde Hundeschritte wie eine immerwährende Grundmelodie.

Vorsichtig bewege ich mich auf den gefrorenen, eisglatten Wegen bis ich wieder am Ausgangspunkt angekommen bin. Jetzt freue ich mich auf die Wärme und kehre rotwangig, durchgepustet und gut gelaunt nach Hause zurück. Es wartet eine schöne Tasse Kaffee auf mich.20170202_092353.jpg

Chill mal wieder 

Ach, tut das gut. Ein Freitagnachmittag auf der Couch, die Füsse hoch und einfach mal nichts tun. Leise Musik tönt aus dem Lautsprecher, heisser Tee steht auf dem Tisch und ich sehe zu, wie es langsam dunkel wird. Die Gedanken schweifen ab und bleiben nirgendwo fest haften. Kann sein, dass ich ein wenig eingenickert bin, denn einige Takte Musik fehlen mir und auch der Tee ist nicht mehr ganz heiß.

Euch ein schönes Wochenende 

Der Hund muss raus

Hundespaziergänge machen im Moment nicht sehr viel Spass. Erstmal das dicke Angeplünne (Handschuhe, Schal, Mütze nicht vergessen), dann könnte mal wieder die Sonne scheinen und im Wald ist die Schneeschicht mittlerweile zu einer rutschigen Eisbahn gefroren. Ohne Spikes unter den Füßen darf man sich gar nicht auf die Wege trauen, dass ist lebensgefährlich.

Dem Hund scheint es allerdings nicht viel auszumachen. Er glitscht halt über die Fläche und erledigt seine wichtigen Geschäfte☺

Omen

Heute ist Freitag der 13. und es wurde schon unendlich viel über diese Datumskonstellation geschrieben. Eigentlich ist es ein Datum, welches mich bisher nie besonders beunruhigt hat und es ist auch nie Sonderbares passiert, wenn man mal davon absieht, dass ich vor langer Zeit eine Chemieklausur verhauen habe..Seis drum. Heute ist mir allerdings etwas mulmig zumute: die Wetteraussichten klingen fast apokalyptischen, denn es sind Schneestürme angesagt und ich muss eine Autofahrt antreten, die keinen Aufschub duldet. Bahnfahren war auch keine Alternative, weil es in die tiefste Provinz geht. So hoffe ich mal, dass alles gut geht und sich das Omen des 13ten nicht erfüllt.

Kaltes Draussen

Grosse Flocken fallen vom Himmel und decken alles mit weißer Farbe zu. Der Wind fegt über die Dächer, stiebt die Flocken auf, die in einem langen Schleier zum nächsten Platz hasten, an dem sie sich niederlassen können.

Es ist wirklich Winter geworden und nur diejenigen, die aus einem warmen Zimmer hinausschauen können, werden den Kältesturm schadlos überstehen. 

Was aber ist mit denjenigen, die draussen bleiben müssen?

Briefe

Wie jedes Jahr, so habe ich auch im letzten Jahr selbstgebastelte Weihnachtspost verschickt. Einerseits macht es mir Spass die Briefe zu gestalten und andererseits hoffe ich immer auch ein klein wenig, eine ähnliche Aufmerksamkeit zu erhalten. (Das würde ich aber niemals laut aussprechen). Ausser Behördenpost habe ich aber selten echte Briefpost im Kasten, alles findet seinen elektronischen Weg. Dabei ist doch das Öffnen von Briefen, dass daran schnuppern und das Briefpapier zu ertasten, ein Gefühl, welches e-mails niemals verbreiten können.

Schade eigentlich. So ein richtiger altmodischen Liebesbrief, das wäre doch mal was.💕